10 Dec 2020

Lachgas-Emissionen: Lonza setzt innovative Lösung vor Ende 2021 um

Downloads

  • Im Februar 2020 hatte Lonza die Öffentlichkeit über die Lachgas-Emissionen im Rahmen der Niacin-Produktion am Standort Visp informiert.
  • Damals teilte das Unternehmen mit, dass bis Ende 2021 ein Katalysator in Betrieb genommen wird, der die Emissionen um mindestens 98% reduziert.
  • Zwischenzeitlich waren – auch infolge der Coronavirus-Pandemie – externe Lieferprobleme aufgetreten, die zu Verzögerungen führten und eine rechtzeitige Inbetriebnahme fraglich machten.
  • In enger Zusammenarbeit mit dem Lieferanten konnten die Lieferprobleme gelöst werden, sodass eine Fertigstellung der Anlage wie ursprünglich geplant, vor Ende 2021 möglich wird.

Visp, 10. Dezember 2020 – Die Lachgas-Emissionen hatte Lonza bei einer periodischen Messung selbst festgestellt. Sobald diese extern bestätigt worden waren, war mit der Ausarbeitung einer technischen Lösung gestartet worden, die in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) erarbeitet wurde. Durch die Installation eines Katalysators wird Lonza die Lachgasemissionen in der Niacin-Produktion um mindestens 98 % reduzieren können. Damit setzt Lonza eine technische Lösung um, welche die Lachgas-Emissionen auf ein Minimum begrenzen, obwohl dafür keine regulatorischen Grenzwerte bestehen. Die Umsetzungskosten belaufen sich auf 12 Mio. CHF. Die Erarbeitung der technischen Lösungen wurde unabhängig von der Finanzierungsfrage stets vorwärtsgetrieben und alle Umsetzungskosten werden von Lonza vorfinanziert.

Das Baugesuch wurde Ende November 2019 gestellt und zeitgleich erste vorbereitende Arbeiten sowie Materialbestellungen vorgenommen. Per Ende Januar 2020 erhielt Lonza die Baubewilligung seitens des Kantons und der Gemeinde und hat umgehend mit der Realisierung des Katalysators begonnen. Die Katalysator-Anlage umfasst eine Gesamtfläche von 95 m2 bei einer Höhe von 18 Metern. Leider haben sich beim Lieferanten Verzögerungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie ergeben, sodass damit zu rechnen war, dass die ursprünglich für Ende 2021 geplante Inbetriebnahme verzögert worden wäre. Zwischenzeitlich wurden die Probleme beim externen Partner aber behoben und Lonza konnte eine Beschleunigung der Lieferung erwirken. Nach heutigem Wissensstand geht Lonza davon aus, dass eine Inbetriebnahme der Katalysator-Anlage nun wie geplant vor Ende 2021 möglich sein wird – sofern die Lieferung nach Plan läuft und namentlich keine weiteren Corona-bedingten Verzögerungen auftreten.

Lonza ist ein Unternehmen mit 123-jähriger Industriegeschichte im Wallis. Wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Themen der Vergangenheit aktiv angepackt und Lösungen erarbeitet und teilweise schon umgesetzt. Ein Beispiel dafür sind die Quecksilbersanierungen im Rhonetal, welche bereits in rund 70% der betroffenen Siedlungsparzellen umgesetzt sind.

Per Ende Januar 2020 erhielt Lonza die Baubewilligung seitens des Kantons und der Gemeinde und hat umgehend mit der Realisierung des Katalysators begonnen.

Die Katalysator-Anlage umfasst eine Gesamtfläche von 95 m2 bei einer Höhe von 18 Metern (vgl. oliv-grüne Konstruktion).