A large group posing for a photograph

Berichte von Lernenden im Auslandsaufenthalt

         

Leon Prata – Gruss aus dem Westen

Es sind nun schon 10 Monaten her, dass ich in den Staaten bin. Hier läuft alles gut und hoffe bei euch auch. In diesem selben Moment, wo ich diesen Brief schreibe, sitze ich im Flugzeug zurück von der Ost-Küste wo ich meine Osterferien verbracht habe. Nun für die die nicht wissen wo ich im Ami-land gelandet bin werde ich es kurz erklären.

Eine Kleinstadt namens Tillamook

An der Westküste (wo auch Los Angeles liegt) liegt eine Kleinstadt namens Tillamook im Staat Oregon. Tillamook ist in den USA berühmt für seinen Käse und Eiscreme. Warum erklär ich später. Falls ihr euch fragt was ich einer Kleinstadt voll mit Kühen und riesigen Pick-ups mache, ich weiss es selber nicht. Und nein ich hab mir diese Stadt auch  nicht selber ausgewählt. Eine Grossstadt wär mir lieber gewesen. Jedoch gefällt mir einiges hier auch und es ist absolut eine grosse neue Erfahrung die ich mache. Der Teil mit den riesigen Pick-ups gefällt mir besonders! Vor allem dass meine Gastfamilie 2 dieser Riesen davon besitzen. Nicht zu vergessen die wunderschöne Natur und Küste. Ich wünschte jedoch ich könnte fahren, denn somit wäre ich viel selbstständiger und könnte viel mehr machen.

Von Käse & Eiscreme

Janu… zurück zu „warum Tillamooks Käse und Eiscreme berühmt ist“. Nun weil es wirklich schmeckt und warum schmeckt es so gut? Nun weil diese Industrie von den Besten der Besten aufgebaut wurde: uns Schweizer. Tillamook ist ein Ort wo vor einigen Generationen viele Schweizer ausgewandert sind. Diese haben dann diese Industrie aufgebaut und zum Erfolg gebracht. Lustig ist es für mich, all diese Schweizer  Familiennamen zu sehen und erzählen zu können was sie bedeuten und von wo sie kommen. Jeder ist von der Schweiz begeistert und möchte irgendwann dort hinreisen. Meine Gastfamilie stammt ursprünglich auch von der Schweiz und sie tragen denselben Namen wie die besten Chips der Welt: Zweifel Chips! Ich passe unglaublich gut in meine Familie. Sie sind im Farming business und ich hätte nie gedacht dass ich mal so viel über Landwirtschaft lernen würde. Tut ja einem nicht schlecht.

Von der Schule

Schule hier ist wirklich einfach. Cool sind die vielen speziellen Fächer die man wählen kann. Ich hatte zum Beispiel eine Roboter Klasse, eine Film Produktion Klasse, sowie Photographie, und Ingenieurs Technologie. Dort konnte ich mein 2 jähriges Wissen als Polymechaniker richtig  gut einsetzen. Nämlich ging es um CNC Programmierung, Pneumatik, Elektrik, Metall Produktion, 3D Drucker und Roboter Programmierung. Das meiste wusste ich schon und könnte somit anderen helfen und die Maschinen verbessern. Viel Spass hatte ich mit der kleinen CNC Maschine. Ich half ebenfalls meiner Familie beim Reparieren von Maschinen und Fahrzeugen. Ja Traktoren waren auch dabei… Ich habe ebenfalls erfahren,  dass mich viele Familien aufnehmen wollten, dies wegen meiner Ausbildung.

Heimweh

Das Arbeiten fehlt mir!  Schon nach dem  1. Monat hat mir meine Routine gefehlt und nach 2 Jahren Arbeiten zurück in die Schule jeden Tag ist irgendwie hart und recht langweilig. Ich freu mich schon wieder zurück zu sein! Besucht an der Westküste hab ich schon Einiges;  ausser LA. Ich werde versuchen im Sommer dorthin zu gehen.

Land & Leute

Die Leute hier sind wirklich anders. Sehr freundlich und hilfsbereit. Jedoch auch oberflächlich und falsch. Was ich damit meine ist, dass Sie dir zwar „hey wie geht’s“ sagen, aber die Chancen dass sie das nur so sagen, obwohl sie dich nicht mögen, gross ist. Das nervt mich recht, denn ich bin es gewohnt, dass alle mehr oder weniger ehrlich miteinander sind und auch sagen was sie meinen, auch wenn man einen nicht gern hat. Und sobald ich hier sage was ich meine, erschrecken alle und sagen mir, dass das unhöflich sei und einige nehmen es persönlich und sind dann beleidigt. Dasselbe mit Schimpfwörtern. Kaum sagt man „shit“ oder „fuck“  oder was auch immer, kannst du darauf wetten, dass jemand sagt: “Watch your language!” was so viel wie „achte auf deine Sprache“ heisst. Demnach ist die Absenz von Hooligans auch nicht überraschend. Lustig ist auch wenn man ihnen sagt, von wo man kommt und sie dann selber so sagen: „ Ich bin ein Zehntel Italiener, ein Fünftel Schweizer und ein wenig Brite usw. Kann man aber auch verstehen denn man sollte nie vergessen wie jung diese Nation ist und was sie in dieser kurzen Zeit schon alles zur Welt Geschichte beigetragen hat. Gutes und Schlechtes. Ich vermisse die Schweiz sehr und freue mich wieder zurück zu sein. Man merkt erst wie sehr etwas grossartig ist wenn man es nicht mehr hat. Auch so sehe ich jeden Tag was für ein Glück ich habe in der für mich Grössten Nation der Welt leben zu können. Vieles über die Schweiz habe ich neu entdeckt und gelernt. Umso stolzer kehre ich in 2 Monaten in meine Heimat zurück.

Gruss und man sieht sich bald

Leon Prata