Vereinbarungen aus den Verhandlungen zwischen Unia, Syna und Lonza

November 12,2012

Visp, Schweiz, 12. November 2012 – Lonza hat die Verhandlungen mit den Gewerkschaften Syna und Unia zur Umsetzung des Personalabbaus im Rahmen des Kostensenkungsprogrammes „VispChallenge“ aufgenommen. In zwei Verhandlungsrunden haben sich die beiden Vertragsparteien darauf geeinigt, bis zum 23. November 2012 einen Sozialplan zu verabschieden und anschliessend die Mitarbeitenden über den Inhalt zu informieren. Bei den Mitwirkungsrechten ist Lonza den Gewerkschaften weit entgegengekommen, die Konsultationsphase wird bis Ende Jahr laufen.  

Während dieser Phase haben die Arbeitnehmervertretungen die Möglichkeit Vorschläge zur Verminderung von Kündigungen und zur Milderung der Folgen des geplanten Stellenabbaus zu unterbreiten. Es  wurde vereinbart, eine interne Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Betriebskommission und je einem externen und internen Vertreter der Gewerkschaften zu bilden. Diese Arbeitsgruppe wird von der Lonza weiterführende Informationen erhalten, so dass sie  die Möglichkeit hat konkrete  Empfehlungen auszuarbeiten.   

Die gleichen Fristen und Rechte gelten auch für die verhandlungsführenden Vertretungen der Mitarbeitenden mit einem Einzelarbeitsvertrag, die Angestelltenvereinigungen Visp und Basel. Parallel zu den Verhandlungen mit den Gewerkschaften ist Lonza auch im Gespräch mit der Angestelltenvereinigung Basel und derjenigen von Visp um die Massnahmen zu analysieren und die Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeitenden mit Einzelarbeitsverträgen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.  

Lonza hat anlässlich der Verhandlungen erneut bekräftigt, dass sämtliche laufenden Vereinbarungen mit den Vertretungen der Arbeitnehmenden vollumfänglich respektiert werden.   

Lonza unterstützt die Bemühungen verschiedener politischer Vertretungen, der Gewerkschaften und weiterer Interessentengruppen zur Bildung einer Task Force, um die industriepolitischen Rahmenbedingungen für den Produktionsstandort Visp langfristig zu verbessern. Sowohl die Gewerkschaften wie auch Lonza sind jedoch der Meinung, dass eine solche noch zu bildende Task Force unabhängig von den laufenden Verhandlungen arbeiten soll und somit nicht Teil des Konsultationsverfahrens ist.  

Ende Oktober kündigte Lonza in Visp im Rahmen eines Programmes zur Senkung der Kosten bis Ende 2014 einen Stellenabbau von rund 500 Arbeitsplätzen weltweit an. Lonza ist um eine möglichst sozialverträgliche Umsetzung der geplanten Abbaumassnahmen bemüht. Mindestens zwei Drittel des Abbaus sollen durch interne Verschiebungen, natürliche Abgänge, Frühpensionierungen und die Reduzierung der Anzahl an temporären Arbeitskräften erreicht werden.  

Die Senkung der Produktionskosten in der Schweiz wurde notwendig, da die Rentabilität des Produktionsstandortes  Visp in den letzten Jahren aufgrund der Wechselkurse und der Konkurrenz aus Asien aber auch der Rohstoff- und Energiepreise kontinuierlich abgenommen hat. Mit diesen Massnahmen will Lonza die Zukunft des Standortes sichern.

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Bg